Das Festessen für heute haben hatten wir ja schon gestern gekauft und so haben wir uns entschlossen, heute noch die Gelegenheit zu nutzen und den Julmarkt in Kalmar anzuschauen. Es sind ja nur etwas über 120km. Also haben wir Amy heute
mitgenommen, in der Hoffnung das sie mit auf den Markt darf. Draußen ist es extrem kalt und auch das Auto wird beim Fahren nicht wirklich war, weder der Motor, noch der Innenraum.
Leider war kein Markt mehr im Schloss, sodass wir dann einfach noch kurz ein paar Dinge eingekauft haben und uns aufwärmten. Leider konnte Amy nicht mit in das Einkaufszentrum und sie musste im Auto bleiben. Aber es war zum Glück nicht mehr ganz so eisig. Dann sind wir in Kalmar noch kurz in die IKEA – denn das muss einfach sein!
Amy fror mittlerweile doch ziemlich und wir haben uns gedacht das wir ihr evtl. doch so einen Hundemantel kaufen sollten, wir schauen morgen mal im Vimmerby – der Astrid Lindgren Stadt – denn die haben einen Outdoor-Laden und evtl. haben wir da Glück.
Aber zuerst geht es mal wieder zurück zu unserem Haus und dort dann das Jul-Essen vorbereiten.
Ich hatte extra eine Fertigbackpackung für Lussekatter gekauft und habe dann auch bald den Teig bereitet. Leider war in der Angabe zu viel Wasser und der Teig klebte. Da ich aber kein Mehl hatte, habe ich mir im Schwedenwörterbuch einige Sätze zusammengebaut und bin eben mit klopfendem Herzen zu unseren netten Nachbarn gelaufen – bei minus 22 Grad! Zum Glück ist es wirklich nur ein Steinwurf entfernt und ich stiefelte, bewaffnet mit meinem Zettel und einer Tasse, los. Ich durfte erst einmal reinkommen und stellte dann fest, das unsere Nachbarn mitten im Feiern mit Freunden waren. Ich begann mein gebrochenes Schwedisch und der nette Herr Nachbar fragte wie es mit „engelska“ aussehe, und dann kam ein Mädel um die 20. Leider verstand sie nicht wirklich und dann eilte ein anderes Mädel herbei und fragte: „Deutsch?“. Ich war erleichtert und schilderte mein Problem, sie übersetzte kurz darauf wurde mir ein 2kg ( in Schweden gibt es auch nur die großen Packungen) angeboten. Aber ich bleib bei meiner Tasse und bekam sie auch. Ich unterhielt mich noch kurz mit dem Mädel und verabschiedete mich dann. Ich erkundigte mich was sie denn heute feierten, und bekam als Antwort das es nur ein gemeinsames Essen sei, nichts wirklich Besonderes. Einfach ein gemütliches Beisammensein unter Freunden. Ich war erleichtert und sagte dann bin ich ja froh das ich nicht beim Mittwinterfeiern gestört habe. Sie wusste gar nicht das am 21.12 im alten Heidnischen Jahreskreis die Wintersonnwende gefeiert wurde und fand es interessant.
Zurück in unserem mittlerweile warmen Haus machte ich die Lussekatter weiter und wir fingen an den JulSkinka in den Ofen zu schieben und ich machte noch eine Art Hafergrütze. Dann aßen wir und es war lecker – eben schwedisch. Es gab: Julskinka, Grütze,gebratenen Lachs, eingelegte Heringe und Prinzesstorte, sowie natürlich Julöl.
Das war unser gedeckter Festtisch:
So sah der JulSkinka nach dem ersten "zuschlagen" aus:
BOAH waren wir dann satt – und Amy happy mit ihrem Anteil des Schinkens.
Danach betrieben wir Bauchpflege und Andreas schaut noch eine Folge ROM, ich las und dann sind wir todmüde ins Bett gefallen.
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